Betonkosmetik

Auszug aus Handbuch Sichtbeton

Betonkosmetik – „Betonretusche“

„Enttäuschung ist das Ergebnis falscher Erwartungen.“

In meinen ersten Vorlesungen im Jahre 2000, d. h. vor > 16 Jahren, war „Betonkosmetik“ fast noch ein Fremdwort. In dieser Zeit wurden Ausführungsfehler von sichtbaren Betonflächen vom Betonbauer versucht selbst auszubessern.
Betonkosmetik
Bild 7.1: Betonkosmetik
Betonbauer
Bild 7.2: früher durch Betonbauer
Inzwischen gibt es einen ganzen Berufszweig, der sich mit der Betonkosmetik beschäftigt. Dabei handelt es sich meist um Speziallisten aus Restauratoren und Malern. Firmen, wie beispielweise „Betonretusche“, treten als professionelles Spezialunternehmen mit dem Schwerpunkt der Betonkosmetik in der öffentlichkeit auf.

Warum die große Nachfrage an Betonkosmetik?

Die Anforderungen an den Sichtbeton werden immer größer, jedoch die Kenntnis über Baukonstruktion und Baustoffkunde immer geringer. Somit können oftmals die Erwartungen des Bauherrn nicht erfüllt werden.

Einige Architekten-Kollegen malen anscheinend lieber bunte Bilder und diskutieren stundenlang über Farben und Formen, anstatt den ausführenden Firmen Details zur Verfügung zu stellen. Sie verwechseln Bauwerke mit Bühnenbilder. Es ist Aufgabe des Architekten, alle Erkenntnisse zu beschreiben, sei es mit Worten (im Leistungsverzeichnis) oder anhand von Zeichnungen.

Ausführungszeichnungen müssen alle für die Ausführung bestimmten Einzelangaben unter Berücksichtigung der Beiträge anderer an der Planung fachlich Beteiligter enthalten (d. h. auch Materialangaben, Sichtflächenanforderungen usw.). Diese dienen als Grundlage der Leistungsbeschreibung und Bauausführung des Sichtbetons. Aufgrund relativ kurzer Planungszeit wird häufig auf Ausführungsdetails verzichtet oder diese werden nur sehr schemenhaft dargestellt ohne ausreichende qualitative Beschriftung der Bauelemente. Detaillösungen werden so dem örtlichen Bauleiter überlassen, der damit überfordert ist.

Der Architekt kann sich bei einem Baumangel nicht herausreden, „Die Firma hätte ja Bedenken anmelden müssen…“.

Wogegen hätte die Firma Bedenken anmelden müssen, wenn keine Details bzw. Leistungsbeschreibung vorlagen?

Wenn im Rahmen der Planungspflichten entscheidend wichtige Detailpunkte gar nicht dargestellt werden – wie im Fall einer sogenannten „Nullplanung“ – ist bei Eintritt eines Schadens im direkten Zusammenhang mit dieser Detaillösung von einem Planungsfehler auszugehen.

Fehler sowie lückenhafte Planungsunterlagen und Leistungsbeschreibungen sind an der Tagesordnung. Die fehlerhafte Planung wird Vertragsbestandteil für den Auftragnehmer. Zur Verhinderung eines daraus resultierenden Ausführungsfehlers sind Bedenkenanmeldungen mit ausführlicher Begründung und Nachträge des Auftragnehmers erforderlich.

Architekten-Wettbewerbssieger – meistens sogenannte „Fassaden-Architekten“ – nehmen keine Rücksicht auf die Gebäude-Konstruktion. Sie ignorieren, dass bautechnische Anforderungen Vorrang vor gestalterischen und vegetationstechnischen Aspekten haben.

Jung-Projektsteuerer, die nur ihre Termine im Kopf haben, wissen oftmals wenig oder fast gar nichts über beispielsweise „Ausschalfristen“ beim Beton oder zulässige Bautoleranzen usw.

In den meisten Architekten-Zeitschriften wird i.d.R. Sichtbeton als gleichmäßige Fläche ohne Makel in Szene gesetzt und fotografiert oder gar mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachträglich überarbeitet. Dabei wird nicht erwähnt, dass vorher in vielen Fällen eine umfangreiche Betonkosmetik stattgefunden hat.

Wie sieht die Praxis aus?

Bei der Bauabnahme ist der Bauherr und/oder sein Architekt oftmals entsetzt über die erhoffte Sichtbetonoptik. Es werden seitenlange Mängellisten erstellt über die Ausführungsfehler. Aber wo waren die Architekten-Details? Wo war der Bauleiter während der Ausführung?

Die ausführende Baufirma wird aufgefordert, die Sichtbeton-Beanstandungen nachzubessern. Dies trifft nur zu, wenn nicht vorher bereits rechtzeitig Bedenken (einschl. Begründung) schriftlich geäußert wurden (siehe Kapitel 9: Sichtbeton: Mängel und Haftung aus rechtlicher Sicht).

Die Baufirma versucht dann, die Beanstandungen, soweit diese berechtigt sind, mit ihren eigenen Handwerkern (aus Kostengründen) auszubessern.

Sichtbeton VOR der Betonkosmetik
Bild 7.3: Sichtbeton VOR der Betonkosmetik
Sichtbeton NACH der Betonkosmetik
Bild 7.4: Sichtbeton NACH der Betonkosmetik
Ausbesserungen können oftmals zu einer „Verschlimmbesserung“ führen. Es ist darauf zu achten, dass nicht der „erstbeste“ Reparaturmörtel zur Ausführung kommt. Die Industrie bietet heutzutage eine große Farbpalette von Spezialspachteln mit entsprechenden Verarbeitungstechniken an.

Es empfiehlt sich, vorab an einer „Erprobungsfläche“ den Farbton und die Technik zu üben und dem AG zur Genehmigung vorzuzeigen.

Für die Mängelbeseitigung, z. B. in Form einer „Betonkosmetik“, sowie den Schutz und die Betoninstandsetzungsarbeiten ist ein „Know-how“ erforderlich. Nicht jedes Unternehmen verfügt über die erforderlichen Fachkenntnisse.

Da „Ausreißer“, also gewisse zu tolerierende Oberflächenabweichungen, auch bei höchster Verarbeitungssorgfalt praktisch nicht immer zu vermeiden sind, ist es empfehlenswert „Mängelbeseitigungen“ bereits im Vorfeld zu planen.

Tabelle 7.1: Spachtelarbeiten
Kriterium Bemerkungen
1 „ausgewaschene Schalungsfugen“ Ausgewaschene Schalungsfugen und dadurch bedingte Versandungen und Nesteransätze sind, sofern sie im Widerspruch zur Ausschreibung bzw. zur DIN 18202 und 18217 stehen, materialgerecht zu schließen.
2 Betongratbildungen Betongratbildungen sind möglichst unmittelbar nach dem Ausschalen mechanisch zu beseitigen, d. h. abzuschlagen oder abzuschleifen. Achtung: Vereinbarung
3 „wellige“ Betonflächen (Ursache, z. B. Durchbiegung von Schalungsplatten) Wellige Betonflächen können auf die „Solldimension“ nur mit Schleifen und/oder Spachteln egalisiert werden. Anfallende Spachtelarbeiten sind vom Verursacher (Planung oder Ausführung) kostenmäßig zu übernehmen.
4 Abweichung Der Gesamteindruck ist maßgebend. Abweichungen sind materialgerecht „betonkosmetisch“ zu spachteln. Der Gebrauchs- bzw. der Geltungswert sind ggf. als „Minderung“ zu ermitteln. Achtung: Bei Spachtelarbeiten kompletter Flächen geht der Sichtbeton-Charakter verloren!
Werden Sichtbetonflächen komplett gespachtelt und ggf. mit einer Lasur versehen, kommen möglicherweise spätere Unterhaltungskosten hinzu, d. h. vom Sachverständigen ist eine Minderung (Wertminderung) zu berechnen.

Natürlich sollte es nicht das Ziel sein, dass die ausführende Baufirma „schlechten“ sichtbaren Beton ausführt, dabei eine umfangreiche Betonkosmetik einkalkuliert und als hochwertigen Sichtbeton präsentiert. Der Charakter einer materiell „echten“ Betonoberfläche geht durch die großflächige Retusche immer mehr verloren.

Durch die „Betoninstandsetzungsarbeiten“ an der Fassade (u. a. Reprofilierung mittels Reparaturmörtel) steht beim „normalen“ Beton die „Gebrauchsfunktion“ im Mittelpunkt. Im Gegensatz hierzu steht der Sichtbeton, dessen Zweck zum großen Teil in der „Geltungsfunktion“ (Optik) liegt (siehe Tabelle 7.2).

Durch die Anwendung von Ausbesserungen mit den gängigen Verfahren werden zwar zeitweise optisch gute Ergebnisse erzielt, welche bei einem üblichen Betrachtungsabstand nicht von einer „echten“ Betonoberfläche zu unterscheiden sind, jedoch kommt es an den ausgebesserten Stellen zu einer bauphysikalischen änderung der Fassadenfläche. Dies lässt sich am nachfolgenden Beispiel leicht nachvollziehen.

Bei Niederschlägen wird der unbehandelte Sichtbeton an der Fassade mehr Wasser aufnehmen und sich dunkler abzeichnen als der neue Reparaturmörtel oder der Anstrich. Durch die unterschiedliche Wasserbelastung der Betonoberfläche kommt es längerfristig zu einer ungleichmäßigen Verfärbung durch Schmutzpartikel aus der Luft oder durch Mikroorganismen. Ein sich ungleichmäßig verfärbendes Fassadenbild ist die Folge.

ähnlich wie bei einer im Sachverständigenwesen durchzuführenden Wasserprobe („Benetzungsprobe“) lässt sich das unterschiedliche Saugverhalte des Untergrundes (Beton bzw. Reparaturmörtel) erkennen. An den Ausbesserungsstellen perlt das Wasser i.d.R. besser ab, während der unbehandelte Beton sich „dunkler“ abzeichnet, d. h. mehr Wasser in die Konstruktion eindringt.

Bei einem anspruchsvollen Sichtbeton mit hoher Geltungswirkung ist dieser farbliche Unterschied innerhalb einer Sichtfläche unerwünscht.

Zur Egalisierung des unterschiedlichen Saugverhaltens (d. h. unterschiedliche Farbgebung) ist eine Hydrophobierung mit einer leichten Farblasur erforderlich.

Diese zusätzlichen erforderlichen Leistungen haben nichts mit einem normalen Instandsetzungsaufwand zu tun. Darüber hinaus bieten solche Hydrophobierungen bzw. Farblasuren keinen dauerhaften Schutz im Vergleich zur Haltbarkeit einer unbehandelten Betonoberfläche. Eine Erneuerung innerhalb von ca. 10 - 15 Jahren ist notwendig, um die Qualität der Sichtfläche weiter zu erhalten. Praktisch heißt dies, dass die Sichtbetonfläche ca. 3 bis 4 Mal innerhalb von 50 Jahren erneuert werden muss. Bei einer unbehandelten Betonfläche würden solche Instandsetzungsmaßnahmen nicht anfallen.

War in der Planung/Ausschreibung ein Anstrich/Lasur vorgesehen, können die anfallenden „Sanierungskosten“ mit dem Nachgewerk (Maler) verrechnet werden.

Es stellt sich die Frage, ob es sich bei einer vollständig überarbeiteten Sichtbetonfläche überhaupt noch um Sichtbeton im eigentlichen Sinne mit den materialtypischen Eigenschaften eines Betons handeln kann.

Sichtbeton
Bild 7.5: Sichtbeton
Sichtbetonkosmetik
Bild 7.6: Sichtbetonkosmetik

Wie lassen sich retuschierte Sichtbetonflächen bewerten?

Seitdem die Betonkosmetik zunimmt, häufen sich die Streitigkeiten um folgende Frage:

„Liegt nach der Betonkosmetik ein „Mehr- oder Minderwert“ der Sichtbetonflächen vor?“

Die Beantwortung dieser Frage führt immer wieder zu Streitigkeiten und erfolgt dabei nach Interessenlage. Für eine neutrale Bewertung bedarf es der Rücksichtnahme auf die technisch mögliche Sichtbetonherstellung.

Es ist wichtig zu beachten, dass sich die Qualitätsstufen SB3 oder SB4, auch bei sehr hoher Ausführungssorgfalt, praktisch nie ohne eine gewisse Nachbearbeitung erreichen lassen. Bewegen sich in diesem Falle die Nachbesserungen im Rahmen von bis zu 15 % der sichtbaren Betonfläche, so stellt dies eine bautypische und tolerierbare Nachbearbeitung dar. Sind die „kosmetischen überarbeitungen“ fachgerecht und ohne optische Unregelmäßigkeiten ausgeführt worden, liegt weder ein Mehrnoch ein Minderwert vor.

Belaufen sich die überarbeitungen auf eine sichtbare Gesamtfläche von über 15 %, so kann trotz optischer Mangelfreiheit ein Minderwert bezogen auf die Sichtbetonfläche angesetzt werden, da die Beschaffenheit eines Sichtbetons nicht vollständig erfüllt werden kann. Dies liegt darin begründet, dass nach DIN 18217 (Betonflächen und Schalungshaut) Betonflächen mit Anforderungen an das Aussehen, also Sichtbeton als „sichtbar bleibende Betonflächen“, beschrieben werden. Nach einer großflächigen „kosmetischen überarbeitung“ wird der Beton überblendet und sowohl die bauphysikalischen Eigenschaften der Oberfläche als auch die tatsächliche Optik eines monolithischen Bauteils gehen verloren.

Grundsätzlich sind alle Leistungen gemäß der vertraglichen Vereinbarung zwingend zu erbringen, die die „vereinbarte Beschaffenheit“ (sog. „Beschaffenheitsvereinbarung“) gewährleisten. Im Falle eines vereinbarten Sichtbetons, beispielsweise der Klasse SB3, ist eben eine „sichtbar bleibende Betonoberfläche“ (definiert nach DIN 18217) und keine überblendete Betonkonstruktion geschuldet.

Nach aktuell gültigem Recht stellt jede Abweichung von der vertraglich vereinbarten Beschaffenheit, unabhängig von der Auswirkung auf die Gebrauchstauglichkeit, einen Mangel dar (BGB § 633).

Werden also an den Sichtbetonflächen umfangreiche Schleif- bzw. Spachtelarbeiten ausgeführt (> 15 %), so ist die Beschaffenheitsvereinbarung eines Sichtbetons nicht vollständig erfüllt.

Die Herstellung eines Mehrwerts bei einer Sichtbetonfläche lässt sich durch eine Nachbearbeitung praktisch nicht herstellen. Nach Begriffsdefinition lässt sich ein Mehrwert als „Zuwachs an Wert, der durch ein Unternehmen erarbeitet wird“ (aus: Duden 1996, S. 1003) beschreiben. Dieser Zuwachs eines Sichtbetons kann aus den bereits genannten Gründen durch eine großflächige überarbeitung nicht erreicht werden, da die materiellen Eigenschaften eines monolithischen Betonbauteils nur annähernd und nicht vollständig wiederhergestellt werden können.

Wie lässt sich ein Minderwert einer retuschierten Sichtbetonfläche schätzen?

Grundlegend für diese annähernde Berechnung eines Minderwertes sind folgende Einflussgrößen:

  • Vereinbarte Sichtbetonqualität („Sichtbetonklassen“)
  • Geltungswert der Sichtfläche
  • Lage des Bauteils (außen/innen), Qualität der durchgeführten Betonkosmetik
  • Anteil der kosmetisch bearbeiteten, sichtbaren Betonfläche

Die in der Tabelle 7.2 dargestellte Gewichtung der Sichtbeton-Klassen bzw. der Betonkosmetik entspricht der in [3.1] entwickelten Methode.

Die Gewichtung erfolgt je nach Art des Bauteils gesondert (siehe z. B. Fassadenfunktion) und je nach Wertigkeit des Objekts.

Tabelle 7.2: Gewichtung der Gebrauchs- und Geltungsfunktion
Sichtbetonklasse Gebrauchsfunktion in % Geltungsfunktion in % Minderungsfaktor Erhöhungsfaktor
SB1 60 40 0,57 1,00
SB2 50 50 0,71 1,25
SB3 40 60 0,86 1,50
SB4 30 70 =^ 1,00 1,75

Beispiel SB3: 60 / 70 = 0,86 %

Die DIN 55945 „Beschichtungsstoffe und Beschichtungen“ Abs. 3.11 definiert Ausbesserung:

„Wiederherstellen der Funktionen einer Beschichtung durch Aufbringen geeigneter Beschichtungsstoffe an kleinflächigen Fehlstellen“

Unter den Sachkundigen besteht Einigkeit, dass hochwertiger Sichtbeton (z. B. SB4) nur mittels teilweiser Betonkosmetik zu erreichen ist. „Teilweise“ wird von mir mit 10% berücksichtigt. Danach ergibt sich die nachfolgende Tabelle 7.3.

Tabelle 7.3: Minderungsfaktor bei umfangreicher Betonkosmetik
Fläche [m2]Minderungsfaktor auf den Sichtbeton-„Zuschlag“ [%]
10 %zulässig0
20 %9
30 % 27,2
40 %36,4
60 %54,5
70 %63,6
80 %73
50 %45,5
90 %82
100 %100
Beispiel: 100 : 1,1 x 20 % = 9 %
Betonkosmetik farblich unzureichend abgestimmt
Bild 7.7: Betonkosmetik farblich unzureichend abgestimmt
In der wunderschönen Schweiz gibt es fast keine „Streitigkeiten“ über Sichtbeton. Warum?

Der planende Architekt klärt den Bauherrn besser auf über das zu erwartende Ergebnis „Sichtbeton“, d. h. es gibt keine Enttäuschung, da vorher eine umfangreiche, auch für den Laien verständliche Beratung stattfand.

(Siehe überschrift zu diesem Kapitel: „Enttäuschung ist das Ergebnis falscher Erwartungen“)

Auch die Schweizer Versicherungen „streiten“ sich weniger, da diese vorher nach einer einvernehmlichen Lösung suchen, anstatt jahrelange Prozesse zu führen.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, Sichtbeton wird im Sinne der DIN 18217 als Betonflächen mit Anforderungen an das Aussehen definiert, d. h. „sichtbar bleibende Betonflächen“.

Bei hohen Sichtbetonanforderungen (wie z. B. Sichtbetonklasse SB4 gem. DBZ-Merkblatt Sichtbeton) ist fast immer eine Betonkosmetik erforderlich. Dies muss der Bauherr oder sein Architekt berücksichtigen. Es muss jedoch der Grundgedanke (Beschaffenheitsvereinbarung) bestehen bleiben, dass Sichtbeton „sichtbarer Beton“ bleibt und keine gespachtelte Fläche.

Der Leistungsumfang einer Betonkosmetik darf jedoch nicht die gesamte Sichtbetonfläche betragen, andernfalls geht der Sichtbetoncharakter verloren mit der Folge einer nicht unerheblichen Preisminderung.

Die erforderliche Betonkosmetik sollte nur den Fachfirmen überlassen bleiben. Die Anfangs höheren Betonkosmetikkosten machen sich bezahlt, anstatt mehrmals durch eigene Mitarbeiter Ausbesserungsarbeiten durchführen zu lassen, die zum Schluss teurer sind als eine Fachfirma.

7.1 Beispiele

7.1.1 Sporthalle

Die oberen Wandflächen wurden als Sichtbeton geplant.
Sie wurden komplett „bearbeitet“, sodass der Sichtbetoncharakter verloren ging.
Betonkosmetik komplett – Sichtbeton?
Bild 7.8: Betonkosmetik komplett – Sichtbeton?
Betonkosmetik komplett – Sichtbeton?
Bild 7.9: Betonkosmetik komplett – Sichtbeton?