Fugen

Auszug aus Handbuch Sichtbeton

3.1.1.6 Ausbildung von Stößen und Fugen

3.1.1.6.1 Arbeitsfugen („geplante“)

Zwischen den einzelnen „Betonierabschnitten“, z. B.

  • Sohle-Wand,
  • Wand-Decke,
  • Decke-Wand,
entstehen Arbeitsfugen, die besonders geplant und gewissenhaft ausgeführt werden müssen. Gerade an Treppenhaus-Wänden fallen die Arbeitsfugen besonders auf.
Durch Undichtigkeiten im Bereich der Arbeitsfuge entstehen Ausblutungen/Kiesnester.
Durch Maßungenauigkeiten, labile Schalelemente entstehen Absätze („Versatz“) in den Wandebenen.
Prinzipskizze Arbeitsfuge
Bild 3.15: Prinzipskizze Arbeitsfuge
zulässiger Versatz der Betonierabschnitte?
Bild 3.16: zulässiger Versatz der Betonierabschnitte?
sichtbare Betonkosmetik
Bild 3.17: sichtbare Betonkosmetik
sichtbare Betonkosmetik
Bild 3.18: sichtbare Betonkosmetik

3.1.1.6.2 Arbeitsfugen („ungeplante“)

Ungeplante Arbeitsfugen sind z. B. „Schüttlagen“.
Gerade bei einer „Weißen Wanne“ u. a. aus „WU-Beton“ als Sichtbeton treten Probleme in mehrerlei Hinsicht auf, u. a.
  • Nachträgliches Abdichten der ungeplanten Arbeitsfuge (Schüttlage)
    siehe Beispiel Kapitel 8
  • Optische Beeinträchtigung der Schüttlage
Schüttlagen
Bild 3.19: Schüttlagen
Schüttlagen im Fenstersturzbereich
Bild 3.20: Schüttlagen im Fenstersturzbereich

3.1.1.6.3 Schalhautstöße

Für die Sichtbetonklassen SB2, SB3 und SB4 ist das Abdichten der Schalhautstöße bzw. Schnittkan-ten zu „vereinbaren“, andernfalls sind „Grate“ oder herauslaufender Zementleim nicht vermeidbar.

Auch bei der Sichtbetonklasse SB4 sind Grate bis ca. 3 mm zulässig!

Schalelementstöße
Bild 3.21: Schalelementstöße
Schalelementstöße
Bild 3.22: Schalelementstöße