Österreich: ÖNORM B2211

Ohne ausdrückliche Vereinbarung von erhöhten Anforderungen sind einzuhalten:

Porigkeitsklasse

3P

Tab. 1

Strukturklasse

S1

Tab. 2

Farbgleichheitsklasse

F1

Tab. 2.1

Arbeitsfuge

A1

Tab. 3

Eine Einhaltung der Porigkeitsklasse und der Strukturklasse werden beurteilt :
unmittelbar nach dem Ausschalen.

Die Einhaltung der Farbgleichheitsklasse wird beurteilt :
nach Erreichen der jeweiligen Betonfestigkeit.

Tabelle 2.8-1: Porigkeit (Betonoberfläche)

Klasse

Offene Poren an der Betonoberfläche

%

cm² / (2500 cm²)

P

≤ 0,3

≤  8

2P

≤ 0,6

≤ 15

3P

≤ 0,9

≤ 23

Tabelle 2.8-2: Struktur der Sichtbeton-Oberfläche

Klasse

Struktur – Elementstoß

 

S1

– geschlossene, weitgehend einheitliche Betonoberfläche mit
  geschlossener Zementleim- oder Mörteloberfläche
– keine Grobkornansammlungen
– in den Elementstößen austretender Zementleim/Feinmörtel, Breite bis max.
                                                                                                  Tiefe

– Rahmenabdruck des Schalungselements

 

 

20 mm
10 mm

zugelassen

S2

-Wie S1 jedoch:
– glatte, geschlossene und weitgehend einheitliche Oberfläche
– in der Elementstößen austretender Zementleim/ Feinmörtel , Breite bis max.
                                                                                                   Tiefe

– Versatz der Elementstöße
– verbleibende Grate

 

10 mm
  5 mm

≤ 5 mm
≤ 5 mm

S3

Wie S2 jedoch:
– in den Elementstößen austretender Zementleim/Feinmörtel bis max.

– Versatz der Elementstöße
– feine, technisch unvermeidbare Grate

 

   3 mm

≤ 3 mm
≤ 3 mm

S4

Wie S3 jedoch:
– Rahmenabdruck des Schalungselements

 

nicht zugelassen

Tabelle 2.8-3: Farbgleichheit

Klasse

Zur Beurteilung der Farbgleichheit ist der Gesamteindruck maßgeblich

F1

Flächige Verfärbungen, verursacht durch Rost, unterschiedliche Art und unsachgemäße
Vorbehandlung der Schalhaut, unsachgemäße Nachbehandlung des Betons, Zuschläge
verschiedener Herkunft sowie linienförmige Verfärbungen (Abzeichnen der Bewehrung) sind unzulässig.
Weitergehende Anforderungen an die Gleichmäßigkeit der Farbe werden nicht gestellt.

F2

Zusätzlich zu den Anforderungen nach F1 sind Verfärbungen, die auf Zemente unterschiedlicher Art oder Herkunft oder auf unterschiedliche Betonzusätze zurückzuführen sind,
unzulässig.
Bei Einhaltung der Vereinbarung nach dem Stand der Technik sind unvermeidbar entstehende Unterschiede des Farbtones zulässig.

 

Tabelle 2.8-4: Ausbildung von Arbeitsfugen

Klasse

Arbeitsfugen

 

A1

– Versatz der Flächen zweier Betonierabschnitte      

≤ 10 mm

A2

Versatz der Flächen zweier Betonierabschnitt         
– allfällige Feinmörtelaustritte müssen entfernt werden
– Dreikantleiste

≤ 10 mm

A3

– Versatz der Flächen zweier Betonierabschnitte      
allfällige*  Feinmörtelaustritte müssen entfernt werden
– Dreikantleiste

≤ 5 mm

A4

– Versatz der Flächen zweier Betonierabschnitte      
– allfällige Feinmörtelaustritte müssen entfernt werden
– Dreikantleiste oder dgl. nicht zugelassen

≤ 3 mm

(*) allfällige = etwaige

Hinweis:
Ergänzungen zu der B2211 sind der ÖVBB-Richtlinie „Sichtbeton“ (Kapitel 3.4) zu entnehmen.