Österreich: ÖVBB Richtlinie

„Sichtbeton – Geschalte Betonflächen“ [2.6]

Die Sichtbetonklassen SB1 bis SB3 und die damit beschriebenen Anforderungen an die Betonoberfläche stellen Empfehlungen dar, welche die Mehrheit der Einzelfälle abdecken. In der Sonderklasse SBS obliegt es den Planern und Ausschreibenden, sämtliche Anforderungen zu definieren.

Sichtbetonklassen (SB = Sichtbeton) nach ÖVBB Richtlinien

SB-Klasse Beispiel Kosten
SB1 Geringen Umfangs überwiegend technische Anforderungen im Industrie- und Tiefbau ÖVBB Sichtbetonklasse 1 SB 1 niedrig
SB2 Normalen Umfangs, z. B. einfachen Fassaden in Hochbauten, Sichtflächen im Industriebau mit großem Betrachtungsabstand ÖVBB Sichtbetonklasse 2 SB 2 mittel
SB3 Hohen Umfangs z. B. repräsentative Oberflächen oder komplexe Fassaden in Hochbauten ÖVBB Sichtbetonklasse 3 SB 3 hoch
SBS Sonderklasse, frei definierbar ÖVBB Sichtbetonklasse 4 SB 4 sehr hoch

Sichtbetonklasse SB 1 - nach ÖVBB-Richtlinie „Sichtbeton“

mit


PQ1 = Anforderungsklasse, Bauteilbeschreibung
BQ1 = Anforderungsklasse, Betonoberfläche
AQ1 = Anforderungsklasse, Bauausführung
SQ1 = Anforderungsklasse, Schalungsmaterial, Trennmitteleinsatz

Kriterium SB 1: Anforderungen / Eigenschaft
1. PQ1 AP1 Abstimmung im Planungsprozess
1.1 Angaben zu Bauteilmessungen, Betonüberdeckungen, Toleranzklasse, Ebenheit, Bauwerksfugen, Festlegung der Betonsorte (Festigkeitsklasse, Expositionsklasse, Betonstandard) erforderlich
2. GO1 Gliederung der Betonoberfläche
2.1 Regelmäßig und geordnetes Schalungsbild, Ankerlöcher in ausreichender Zahl nach Wahl des Ausführenden
3. BQ1 3P Porigkeit
3.1 3P ≤ 0,9% der Prüffläche
3.3 FT1 Farbtongleich-mäßigkeit
- Hell-/Dunkelverfärbungen im Bereich von 4 benachbarten Farbtonstufen laut Farbtonskala zulässig
- Rost- und Schmutzflecken sind unzulässig
3.4 BSBQ1
3.4.1 Betonstandard Anforderungen an Betonzusammensetzung
4. C Farbe: C1 oder
4.1 Betonfarbe, die sich aufgrund der Verwendung nutzungskonformer Betonmischungen und Zementarten ergibt
4.2 C2 oder
4.2.1 Durch Zusatzstoffe oder Pigmente eingefärbter Beton, die Definition der Farbe erfolgt durch Referenzbauten, Referenzflächen oder Herstellermuster u. ä. durch den Planer im Leistungsverzeichnis, die Festlegung des Betonrezeptes erfolgt durch den Betonhersteller
4.3 C3 oder
4.3.1 Wie C2, jedoch unter Verwendung von Weißzement, ausgewählter Gesteinskörnung oder weiteren Maßnahmen wie eingefärbter Beton unter Angabe dieser Maßnahmen im Leistungsverzeichnis
4. AQ1 E1 Ebenheit
4.1 Ebenheitsanforderungen nach ÖNORM – DIN 18202 (2005) Tab. 3, Zeile 5
5. AF1 Arbeitsfuge
5.1 In den Arbeitsfugen ausgetretener Zementleim/Feinmörtel bis 15 mm Breite und 10 mm Tiefe zulässig
5.2 Versatz der Flächen zweier Betonabschnitte
bis 10 mm
zulässig
5.3 Feinmörtelaustritt auf dem vorhergehenden
Betonierabschnitt muss rechtzeitig
entfernt werden
5.4 Trapezleiste od. glw. kann ohne Vereinbarung verwendet werden
6 HS1 Schalhautstoß
6.1 Schalhautstoß ohne besondere Maßnahmen (z. B. nach Schalungssystem, stumpfer Stoß)
mit üblichen Feinmörtelaustritt
6.2 Versatz der Schalhautränder bis 5 mm zulässig
7 K Kantenbildung K1
7.1 gebrochene, gefaste Kante (z. B. Dreikantleisten) oder
K2
7.2 Scharfe Kante (ungefaste, scharfe Kanten ohne kleinere Abbrüche bzw. Feinmörtelaustritt sind nicht zielsicher herzustellen. Scharfe Kanten sind während der Bauzeit zu schützen.) oder
8. AS Ankerstelle AS1
8.1 Ankerstelle ohne besonderen Maßnahmen (z. B. nach Schalungssystem) mit üblichen Feinmörtelaustritt oder
8.2 AS2
Ankerstellen mit besonderen, festzulegenden Maßnahmen (z. B. Dichtungsring) mit geringem Feinmörtelaustritt oder
AS3
8.3 Keine sichtbaren Ankerstellen durch ankerfreie Schalungskonstruktion oder
9. AV Ankerverschluss AV1
9.1 Distanzrohre, Konen und marktübliche Verschlussstopfen oder vertieft gespachtelter Mörtelverschluss nach Wahl des Ausführenden oder
9.2 AV2
Distanzrohre, Konen und Verschlussstopfen aus Kunststoff, Beton, Faserzement und dgl.
nach Angaben im Leistungsverzeichnis
oder
10. AH Aufhängestellen AH1
10.1 Aufhängestellen in systemkonformer Ausführung nach Wahl des Ausführenden. Anordnung und Erscheinungsbild dürfen von den Ankerlöchern abweichen. oder
AH2
10.2 Anordnung und Erscheinungsbild müssen den Ankerlöcher entsprechen. oder
11. SQ1 BA1 Befestigungsart der Schalhaut
11.1 Abdrucke durch systemkonforme Befestigung von vorne, mit max. 3mm tiefen oder erhabenen Abdrücken in der Betonoberfläche zulässig
SZ1 Schalhautzustand
11.2 Abdrücke in der Betonoberfläche durch:
11.3 - mehrmaligen Gebrauch, solange die vereinbarte Betonoberfläche erreicht wird, zulässig
11.4 - Plattenüberstand über Rahmen bis zu ca. 2 mm zulässig
11.5 - systemkonforme und fachgerechte Reparatur- stellen der Schalhaut zulässig
11.6 - Kratzer bis zu ca. 3 mm Tiefe und ca. 5 mm Breite zulässig
11.7 - Nagel- und Schraublöcher ohne Absplitterung bis ca. 10 mm Durchmesser zulässig
11.8 - Aufquellungen im Befestigungsbereich zulässig
11.9 - Betonreste in Vertiefungen und Zementschleier zulässig
11.10 TE1 Trennmitteleinsatz
Eignung der Kombination von Schalhaut, Trennmittel
12. SY Schalungssystem SY1
12.1 System-Rahmenschalung Betonbild mit regelmäßigen Rahmenabdrücken im Raster des Herstellers, Ankerstellen, Schalhautstoß und Schalhaut systembedingt vorgegeben oder
SY2
12.2 System-Trägerschalung Betonbild ohne Rahmenabdruck, Ankerstellen, Schalhautstoß und Schalhaut systembedingt vorgegeben oder
SY3
12.3 Objektschalung Betonbild durch an das Bauteil angepasste einzelgefertigte Schalungselemente, Schalhautstoß und Schalhaut in den Grenzen der technischen Möglichkeiten frei wählbar oder
13. T Textur T1
13.1 raue Betonoberfläche unter Verwendung von Schalhäuten, nach Wahl des Ausführenden oder
13.2 T2
glatte Betonoberfläche unter Verwendung von Schalhäuten, nach Wahl des Ausführenden oder
13.3 T3
Betonoberfläche, nach Angabe des Planers oder
14. Musterflächen nicht erforderlich
15. Sichtbetonteam nicht erforderlich

Sichtbetonklasse SB 2 - nach ÖVBB Richtlinie „Sichtbeton“

mit


PQ2 = Anforderungsklasse, Bauteilbeschreibung
BQ2 = Anforderungsklasse, Betonoberfläche
AQ2 = Anforderungsklasse, Bauausführung
SQ2 = Anforderungsklasse, Schalungsmaterial, Trennmitteleinsatz

Kriterium SB 2: Anforderungen / Eigenschaft
1. PQ2 AP2 Abstimmung im Planungsprozess
1.1 Wie AP1, zusätzlich: Betonanbringung, Verdichtung, Rüttelgassen, Bewehrungsgrad
2. GO2 Gliederung der Betonoberfläche
2.1 Wie GO1, zusätzlich: Ausführung nach Vorgaben des Planers (Beschreibung und/oder Skizzen, z. B. durchgehende Vertikalfugen mit eingelegten Trapezleisten, einheitlichen Elementstößen des Schalungssystems
3. BQ2 2P Porigkeit
3.1 2P ≤ 0,6% der Prüffläche
3.3 FT2 Farbtongleichmäßigkeit
Wie FT1, jedoch: - nur gleichmäßige, großflächige Hell-/Dunkel- verfärbungen im Bereich von 3 benachbarten Farbtonstufen laut Farbskala. zulässig
- deutlich sichtbare Schüttlagen unzulässig
3.4 BSBQ2 Betonstandard Anforderungen an Betonzusammensetzung
4. C Farbe C1 oder
4.1 Betonfarbe, die sich aufgrund der Verwendung nutzungskonformer Betonmischungen und Zementarten ergibt
4.2 C2 oder
durch Zusatzstoffe oder Pigmente eingefärbter Beton, die Definition der Farbe erfolgt durch Referenzbauten, Referenzflächen oder Herstellermuster u. ä. durch den Planer im Leistungsverzeichnis, die Festlegung des Betonrezeptes erfolgt durch den Betonhersteller
4.3 C3 oder
Wie C2, jedoch unter Verwendung von Weißzement, ausgewählter Gesteinskörnung oder weiteren Maßnahmen wie eingefärbter Beton unter Angabe dieser Maßnahmen im Leistungsverzeichnis
5. AQ2 E1 Ebenheit
5.1 Ebenheitsanforderungen nach ÖNORM – DIN 18202 (2005) Tab. 3, Zeile 5
6. AF2 Arbeitsfugen
6.1 in den Arbeitsfugen ausgetretener Zementleim/Feinmörtel bis 15 mm Breite und 10 mm Tiefe zulässig
6.2 Versatz der Flächen zweier Betonierabschnitte bis 5 mm zulässig
6.3 Feinmörtelaustritt auf dem vorhergehenden Betonierabschnitt muss rechtzeitig entfernt werden
6.4 Trapezleiste od. glw. kann nur mit Vereinbarung verwendet werden
7 HS1 Schalhautstoß
7.1 Schalhautstoß ohne besondere Maßnahmen (z. B. nach Schalungssystem, stumpfer Stoß) mit üblichen Feinmörtelaustritt
7.2 Versatz der Schalhautränder bis 5 mm zulässig
8. K Kantenbildung K1
8.1 Gebrochene, gefaste Kante (z. B. Dreikantleisten) oder
K2
8.2 Scharfe Kante (ungefaste, scharfe Kanten ohne kleinere Abbrüche bzw. Feinmörtelaustritt sind nicht zielsicher herzustellen. Scharfe Kanten sind während der Bauzeit zu schützen. oder
9. AS Ankerstelle AS1
9.1 Ankerstelle ohne besondere festzulegende Maßnahmen (z. B. nach Schalungssystem) mit üblichem Feinmörtelaustritt oder
AS2
9.2 Ankerstellen mit besonderen, festzulegenden Maßnahmen (z. B. Dichtungsring) mit geringem Feinmörtelaustritt oder
AS3
9.3 Keine sichtbaren Ankerstellen durch ankerfreie Schalungskonstruktion oder
10. AV Ankerverschluss AV1
10.1 Distanzrohre, Konen und marktübliche Verschlussstopfen oder vertieft gespachtelter Mörtelverschluss nach Wahl des Ausführenden oder
AV2
10.2 Distanzrohre, Konen und marktübliche Verschluss-stopfen aus Kunststoff, Beton, Faserzement und dgl. nach Angaben im Leistungsverzeichnis oder
11. AH Aufhängestellen AH1
11.1 Aufhängestellen in systemkonformer Ausführung nach Wahl des Ausführenden. Anordnung und Erscheinungsbild dürfen von den Ankerlöchern abweichen. oder
AH2
11.2 Anordnung und Erscheinungsbild müssen den Ankerlöcher entsprechen. oder
12. SQ2 BA1 Befestigungsart der Schalhaut
12.1 Abdrücke durch systemkonforme Befestigung von vorne, mit max. 3mm tiefen od. erhabenen Abdrücken in der Betonoberfläche zulässig
SZ1 - Schalhautzustand
12.2 Abdrücke in der Betonoberfläche durch:
12.3 - mehrmaligen Gebrauch, solange die vereinbarte
Betonoberfläche erreicht wird,
zulässig
12.4 - Plattenüberstand über Rahmen bis zu ca. 2 mm zulässig
12.5 - systemkonforme und fachgerechte Reparaturstellen der Schalhaut zulässig
12.6 - Kratzer bis zu ca. 3 mm Tiefe und ca. 5 mm Breite zulässig
12.7 - Nagel- und Schraublöcher ohne Absplitterung bis ca. 10 mm Durchmesser zulässig
12.8 - Aufquellungen im Befestigungsbereich zulässig
12.9 - Betonreste in Vertiefungen und Zementschleier zulässig
12.10 TE1 - Trennmitteleinsatz
Eignung der Kombination von Schalhaut und Trennmittel
13. SY Schalungssystem SY1
13.1 System-Rahmenschalung Betonbild mit regelmäßigen Rahmenabdrücken im Raster des Herstellers, Ankerstellen, Schalhautstoß und Schalhaut systembedingt vorgegeben der
SY2
13.2 System-Trägerschalung Betonbild ohne Rahmenabdruck, Ankerstellen, Schalhautstoß und Schalhaut systembedingt vorgegeben oder
SY3
13.3 Objektschalung Betonbild durch an das Bauteil angepasste einzelgefertigte Schalungselemente, Schalhautstoß und Schalhaut in den Grenzen der technischen Möglichkeiten frei wählbar oder
14. T Textur T1
14.1 raue Betonoberfläche unter Verwendung von Schalhäuten, nach Wahl des Ausführenden oder
T2
14.2 glatte Betonoberfläche unter Verwendung von Schalhäuten, nach Wahl des Ausführenden oder
T3
14.3 Betonoberfläche, nach Angabe des Planers oder
15. Musterfläche
?
16. Sichtbetonteam empfohlen

Sichtbetonklasse SB 3 - nach ÖVBB Richtlinie „Sichtbeton“

mit


PQ3 = Anforderungsklasse, Bauteilbeschreibung
BQ3 = Anforderungsklasse, Betonoberfläche
AQ3 = Anforderungsklasse, Bauausführung
SQ3 = Anforderungsklasse, Schalungsmaterial, Trennmitteleinsatz

Kriterium SB 3: Anforderungen / Eigenschaft
1. PQ3 AP3 Abstimmung im Planungsprozess
1.1 Wie AP2, zusätzlich: Lage von Arbeitsfugen, Entlüftung horizontaler oder geneigter Sichtflächen, Einbauteile, wenn erforderlich Details des Schalungsbau, sichtbetonkonforme Bauzeitplanung
2. GO3 Gliederung der Betonoberfläche
2.1 Wie GO2, zusätzlich: Gliederung durch Schalungsmusterplan festgelegt mit Angaben zu Schalungssystem, Bauteilabmessungen, Größe der Schalungselemente, Ankerstellen und Betonierabschnitte
3. BQ3 P Porigkeit
3.1 Anteil offener Poren von 1 - 15 mm größter Abmessung:
P ≤ 0,3 % der Prüffläche
4. FT3 Farbtongleich- mäßigkeit
4.1 Wie FT2, jedoch: - geringe Hell-/Dunkelverfärbungen (z. B. leichte Wolkenbildung, geringe Farbtonabweichung) lässig im Bereich von 2 benachbarten Farbtonstu- fen laut Farbtonskala zulässig
4.2 - Verfärbungen durch ungeeignete Nachbehandlung des Betons unzulässig
4.3 - Bauzeitplanung muss witterungsbedingte Einschränkungen/Verzögerungen Kein Betonieren bei starken Regenfällen oder kalter Witterung berücksichtigen
4.4 - Spülwasserkontrolle vor jeder einzelnen Beladung eines Fahrmischers durchzuführen
5. BSBQ3 Betonstandard Anforderungen an Betonzusammensetzung
6. C Farbe C1 oder
6.1 Betonfarbe, die sich aufgrund der Verwendung nutzungskonformer Betonmischungen und Zementarten ergibt
6.2 C2 oder
durch Zusatzstoffe oder Pigmente eingefärbter Beton, die Definition der Farbe erfolgt durch Referenzbauten, Referenzflächen oder Herstellermuster u. ä. durch den Planer im Leistungsverzeichnis, die Festlegung des Betonrezeptes erfolgt durch den Betonhersteller
6.3 C3 oder
Wie C2, jedoch unter Verwendung von Weißzement, ausgewählter Gesteinskörnung oder weiteren Maßnahmen wie eingefärbter Beton unter Angabe dieser Maßnahmen im Leistungsverzeichnis
7. AQ3 E2 Ebenheit
7.1 Ebenheitsanforderungen nach ÖNORM – DIN 18202 (2005) Tab. 3, Zeile 6
8. AF2 Arbeitsfugen
8.1 In den Arbeitsfugen ausgetretener Zementlein/Feinmörtel bis 15 mm Breite und 10 mm Tiefe zulässig
8.2 Versatz der Flächen zweier Betonabschnitte bis 5 mm zulässig
8.3 Feinmörtelaustritt auf dem vorhergehenden Betonierabschnitt muss rechtzeitig entfernt werden
8.4 Trapezleiste od. glw. kann ohne Vereinbarung verwendet werden
9 HS2 Schalhautstoß
9.1 Schalhautstoß mit besondere Maßnahmen (z. B. Neubelegung, Dichtungsband) mit geringem Feinmörtelaustritt
9.2 Versatz der Schalhautränder bis 3 mm zulässig
10 K Kantenbildung K1
10.1 gebrochene, gefaste Kante (z. B. Dreikantleisten) oder
K2
10.2 Scharfe Kante (ungefaste, scharfe Kanten ohne kleinere Abbrüche bzw. Feinmörtelaustritt sind nicht zielsicher herzustellen. Scharfe Kanten sind während der Bauzeit zu schützen. oder
11. AS Ankerstelle AS1
11.1 Ankerstelle ohne besondere festzulegende Maßnahmen (z. B. nach Schalungssystem) mit üblichem Feinmörtelaustritt oder
AS2
11.2 Ankerstellen mit besonderen festzulegenden Maßnahmen (z. B. Dichtungsring) mit geringem Feinmörtelaustritt oder
AS3
11.3 Keine sichtbaren Ankerstellen durch ankerfreie Schalungskonstruktion oder
12. AV Ankerverschluss AV1
12.1 Distanzrohre, Konen und marktübliche Verschlussstopfen oder vertieft gespachtelter Mörtelverschluss nach Wahl des Ausführenden oder
AV2
12.2 Distanzrohre, Konen und marktübliche Verschluss-stopfen aus Kunststoff, Beton, Faserzement und dgl. nach Angaben im Leistungsverzeichnis oder
13. AH Aufhängestellen AH1
13.1 Aufhängestellen in systemkonformer Ausführung nach Wahl des Ausführenden. Anordnung und Erscheinungsbild dürfen von den Ankerlöchern abweichen. oder
AH2
13.2 Anordnung und Erscheinungsbild müssen den Ankerlöcher entsprechen oder
14. SQ3 BA2 Befestigungsart der Schalhaut
14.1 die Befestigung der Schalhaut (z. B. schalhautebene/überstehende Befestigung, nicht sichtbare Befestigung, betonte Befestigung vereinbaren
SZ2 - Schalhautzustand
14.2 Abdrücke in der Betonoberfläche durch:
14.3 - mehrmaligen Gebrauch, solange die vereinbarte Betonoberfläche erreicht wird.
14.4 - Plattenüberstand über Rahmen bis zu ca. 10 mm zulässig
14.5 - systemkonforme und fachgerechte Reparaturstel- len der Schalhaut zulässig
14.6 - Kratzer bis zu ca. 0,2 cm Tiefe und ca. 0,2cm Breite zulässig
14.7 - Nagel- und Schraublöcher ohne Absplitterung bis ca. 0,5 cm Durchmesser zulässig
14.8 Abdrücke in der Betonoberfläche durch:
14.9 - Aufquellungen im Befestigungsbereich nicht zulässig
14.10 - Betonreste in Vertiefungen nicht zulässig
14.11 - Beschädigungen der Schalhaut durch Innenrüttler und dgl. nicht zulässig
TE2 - Trennmitteleinsatz
14.12 Kombination von Schalhaut, Trennmittel und Beton ist an Probeflächen bei der jeweiligen Einsatzwitterung anzuwenden, zu beurteilen und festzulegen
15. SY SY1 - Schalungssystem
15.1 System-Rahmenschalung Betonbild mit regelmäßigen Rahmenabdrücken im Raster des Herstellers, Ankerstellen, Schalhautstoß und Schalhaut systembedingt vorgegeben oder
SY2
15.2 System-Trägerschalung Betonbild ohne Rahmenabdruck, Ankerstellen, Schalhautstoß und Schalhaut systembedingt vorgegeben oder
SY3
15.3 Objektschalung Betonbild durch an das Bauteil angepasste einzelgefertigte Schalungselemente, Schalhautstoß und Schalhaut in den Grenzen der technischen Möglichkeiten frei wählbar oder
16. T Textur T1
16.1 raue Betonoberfläche unter Verwendung von Schalhäuten, nach Wahl des Ausführenden oder
T2
16.2 glatte Betonoberfläche unter Verwendung von Schalhäuten, nach Wahl des Ausführenden oder
T3
16.3 Betonoberfläche, nach Angabe des Planers oder
17. Musterfläche
erforderlich
18. Sichtbetonteam
erforderlich

Begriffsdefinitionen:


„vereinbaren“: d. h., zwei oder mehrere Personen beschließen, etwas Bestimmtes zu tun
„empfehlen“: d. h., jemandem eine Sache nennen, die für einen bestimmten Zweck geeignet ist
„vorsehen“: d. h., planen, beabsichtigen
„gleichmäßig“: d.h., in gleichen Teilen, Aufteilung, regelmäßig, stetig
„ca.“: ist die Abkürzung für: circa (zirka), lateinisch für: „ungefähr“, „annähernd“,
d. h. geringfügige Überschreitungen sind im Einzelfall zulässig